
Glossar
Abbildeschärfe
Die Schärfe eines Spiegelbildes welches auf einer mit Metalleffektpigmenten lackierten Oberfläche zu betrachten ist.
Aluminiumgriess
Ausgangsmaterial für Aluminiumpigmente, durch Verdüsung von Aluminiumschmelze bei hohen Drücken erzeugt.
Aufschwimmeffekt
Durch eine im Verhältnis zum Lösemittel hohe Oberflächenspannung des Pigmentes kommt es zu "Luftanhaftungen" am Pigment, welche den nötigen Auftrieb verursachen um das Pigment an die Lackoberfläche aufschwimmen zu lassen. Man sagt das Benetzungsverhalten des Pigmentes ist schlecht.
Bonding
Technik bei der das Metalleffektpigment an einer Pulverlackmatrix fixiert wird, um die Trennung z.B. beim Transport zu verhindern.
Brillanz
Im Sinne von Metalleffektpigmenten spricht man bei einem möglichst hellen metallischen Erscheinungsbild von Brillanz.
Buntpigment
Pigmente die weder weiß noch schwarz sind.
Bunttonsättigung
"Stärke für die Buntempfindung einer Farbe" aus Römpp Lexikon Lacke und Druckfarben.
Cornflake
Standardform von Metalleffektpigmenten, unregelmäßige Kanten, verhältnismäßig hohe Lichtstreuung.
Deckfähigkeit
Deckfähigkeit: Das Vermögen eines pigmentierten Lackes bei einer bestimmten Schichtstärke die Farbunterschiede des Untergrundes zu verdecken. Bei einem Metalleffektpigment kann man pauschal sagen: "Je höher der Feinanteil oder je feiner das Pigment als solches, desto besser die Deckfähigkeit."
Effektpigment
Sammelbegriff für Pigmente die aufgrund von Reflexion, Lichtbrechung, Interferenz oder ähnlicher optischer Phänomene besondere Eigenschaften besitzen.
Farbton
Alte Bezeichnung für Buntton, beschreibt die "Art" der Farbe.
Festkörpergehalt
Auch nicht flüchtiger Anteil (nfA), gibt den Massenanteil in einem Lack an der unter bestimmten Bedingungen beim Eindampfen als Rückstand bleibt
Flop, flip-flop
Veränderung des Helligkeit- und/oder Farbempfindens unter verschiedenen Betrachtungswinkeln.
Florida-Test
Freibewitterungstest, internationaler Standard u. a. der Automobilindustrie.
Formfaktor
Verhältnis zwischen Stärke (Dicke) eines plättchenförmigen Pigmentes zu seinem Durchmesser.
Gasungsbeständigkeit
Die Gasungsbeständigkeit ist ein Maß dafür, wie sehr die Stabilisierung in der Lage ist diese o.g. Reaktion zu unterbinden.
Goniophotospektrometer
Messgerät zur Bestimmung des Glanzgrades.
Helligkeit
"Die Stärke einer Lichtempfindung" aus Römpp Lexikon Lacke und Druckfarben
Kornband, Teilchengrössenverteilung
Häufigkeit von Teilchen bestimmter Größe eines Pigmentpulvers/ einer Pigmentpaste.
Leafing Pigment
Metallpigment welches aufgrund des Benetzungsverhaltens zur Oberfläche des Lackfilms aufschwimmt (siehe Aufschwimmeffekt).
Non-leafing Pigment
Metallpigment welches aufgrund des Benetzungsverhaltens sich im Lackfilm vorzugsweise zum Untergrund hin orientiert.
Perlglanzpigment
Ein Effektpigment welches aufgrund des schichtartigen Aufbaus mehrfarbig schimmernde (Perlmutt ähnlich) Effekte zeigt.
Pigmentbeschichtung
Es besteht die Möglichkeit plättchenförmige Pigmente mit einer Hülle aus z.B. organischen Polymeren, anorganischen Polymeren oder einer Wirkstoffkombination zu umhüllen um gezielt optische oder chemische Eigenschaften zu erzielen.
Pigmentdispergierung
Als Pigmentdispergierung bezeichnet man den Vorgang der Verteilung und möglichst optimalen Benetzung eines Pigmentes im Lack.
Pigmentkonzentrat
Eine Pigmentpräparation wie z.B. Pigmentpaste, Pigmentsuspension oder auch fest in fest Präparationen in denen die Pigmente in einem geringen Bindemittelanteil dispergiert vorliegen, bezeichnet man als Pigmentkonzentrat.
Pigmentorientierung
Ausrichtung der Aluminiumpigmente im Lackfilm. Optimale Orientierung würde bedeuten, alle Pigmente sind parallel zum Untergrund ausgerichtet.
Pigmentoxidierung
Durch kontrollierte Oxidierung von Metalleffektpigmenten können verschiedene Farbtöne hergestellt werden.
Pigmentpaste
Wie die Pigmentsuspension ein fest-flüssig Gemisch allerdings nicht fließfähig. (Verhältnis fest-flüssig z.B. 2:1)
Pigmentsuspension
Aufschlämmung eines Pigmentes in einer Flüssigkeit. Im Unterschied zur Pigmentpaste ist die Suspension fließfähig. (Verhältnis fest-flüssig z.B. 1:2)
Polychromatischer Effekt
Aufgrund von Reflexion, Lichtbrechung, Interferenz oder ähnlicher optischer Phänomene winkelabhängige Farbveränderung.
Ringleitungsbeständigkeit
Maßstab für die mechanische Stabilität eines plättchenförmigen Metallpigmentes. Aufgrund ihrer Form können Metallpigmente bei Einwirkung von starken Scherkräften, wie sie z.B. in Ringleitungen auftreten, deformiert und/oder zerkleinert werden. Dies führt zu Veränderungen in der Optik.
Salz und Pfeffer Effekt
Durch sehr schlechte Pigmentorientierung verursachter optischer Eindruck.
Seidenglanztyp
Feines helles Aluminiumpigment mit engem Kornband.
Siebanalyse
Altes Verfahren zur Bestimmung des Kornbandes bei dem durch mehrere übereinander angeordnete Siebe ein inhomogenes Pigmentpulver in einzelne Fraktionen aufgeteilt wird. Die Fraktionen lassen sich dann quantitativ erfassen.
Silberdollar
Spezielle Form von Metalleffektpigmenten (idealisiert Kreisrund), im Vergleich zum Cornflake bei gleicher Fläche weniger Kantenlänge dadurch weniger Lichtstreuung, und höhere Brillanz.
Sparkle-Effekt, Glitzereffekt
In erster Linie bei relativ groben Metalleffektpigmenten zu beobachtender Effekt, der auf hohe Reflektion und wenig Lichtstreuung zurückzuführen ist. Man sieht deutlich einzelne Pigmentplättchen.
Stabilisierung
Aluminium reagiert mit Wasser unter der Bildung von Wasserstoff nach der folgenden Reaktionsgleichung:
2 Al + 6 H2O ^ 2 Al(OH)3 + 3H2
Die Stabilisierung ist ein Verfahren um Aluminium gegen diese Reaktion zu schützen.
Wolkenbildung
Durch unterschiedliches Benetzungsverhalten und/oder unterschiedliche Verdunstung des Lösemittels hervorgerufener inhomogener Helligkeitseindruck.



